Herz276's Webseite

 

 

*Die Kleine Seele, die erfahren wollte was Vergebung ist*

Einmal vor zeitloser Zeit , da war eine kleine Seele, die unterhielt sich mit Gott. Sie sagte : "Ich mchte so gerne wissen, was Vergebung ist. Ich mchte mich so gerne als Vergebung erfahren" . "Oh," sagte Gott, "aber du bist doch reine Vergebung! Und es gibt keinen, dem du vergeben mtest." "Keinen ?!" Die kleine Seele konnte es kaum glauben was Gott da sagte. "Keinen," wiederholte Gott. "Alles was ich erschaffen habe ist vollkommen . Schau dich doch mal um." Da sah die kleine Seele, da sich viele Seelen um sie versammelt hatten . Sie waren von berall her aus dem Himmelreich gekommen. Es hatte sich nmlich herumgesprochen, da die kleine Seele eine besondere Unterhaltung mit Gott fhrte, und jede Seele wollte hren worber die beiden sprachen . Als die kleine Seele sich umblickte, mute sie zugeben, da Gott recht hatte. Keine von ihnen war weniger schn , weniger strahlend als sie selbst . Sie alle waren so wunderbar, ihr Licht strahlte so hell, da die kleine Seele kaum hinsehen konnte. "Ich htte so gerne gewut wie man sich als Vergebung fhlt," sagte die kleine Seele traurig . Und so lernte die kleine Seele wie es sich anfhlt traurig zu sein. Doch da trat eine freundliche Seele aus der Menge hervor und sagte: "Sei nicht traurig kleine Seele, ich mchte dir sehr gerne helfen." "Wirklich?" rief die kleine Seele. "Doch wie willst du das tun ?" "Oh" sagte die freundliche Seele "ich komme in dein nchstes Erdenleben und tue dir etwas an, das du mir vergeben kannst." "Oh das wrdest du wirklich fr mich tun" freute sich die kleine Seele. "Aber warum willst du das fr mich tun," fragte die kleine Seele. "Weil ich dich sehr liebe," sagte die freundliche Seele. "Und deshalb werde ich in dein nchstes Erdenleben kommen und den Bsewicht spielen. Ich werde dir etwas schreckliches antun damit du mir vergeben kannst, und damit du dich als jemand erfahren kannst, der vergibt." "Aber was wirst du tun" fragte die kleine Seele nun doch etwas beunruhigt. "Was wird denn so schrecklich sein?" "Oh" sagte die freundliche Seele, "uns wird schon etwas einfallen." Dann aber wurde die freundliche Seele sehr ernst. Sie sagte : "Ich mu meine Schwingung sehr weit herunterfahren und sehr schwer werden um diese schreckliche Sache tun zu knnen. Ich mu so tun, als ob ich jemand wre, der ich gar nicht bin. Und dafr mu ich dich um einen Gefallen bitten." "Du kannst dir wnschen was du willst!" rief die kleine Seele und sprang umher und freute sich sehr, und sang dabei; "Hurra ich werde vergeben knnen." Da bemerkte die kleine Seele, da die freundliche Seele sehr still geworden war . "Was ist? Was kann ich fr dich tun?" fragte die kleine Seele. "Du bist wirklich ein Engel, wenn du diese schreckliche Sache fr mich tun willst!" Da unterbrach Gott die Unterhaltung der beiden Seelen. "Natrlich ist diese freundliche Seele ein Engel! Jedes Wesen ist ein Engel! Denke daran: Ich habe dir immer nur Engel geschickt!" Die kleine Seele wollte doch so gerne den Wunsch der freundliche Seele erfllen und fragte nochmals: "Sag schon, was kann ich fr dich tun?" Die freundliche Seele antwortete: "In dem Moment in dem wir uns treffen und ich dir das Schreckliche antue....in jenem Moment ...denke daran wer ich wirklich bin!" "Oh das werde ich bestimmt!" rief die kleine Seele. "Das verspreche ich dir! Ich werde mich immer so an dich erinnern, wie ich dich jetzt hier sehe!" "Gut" sagte die freundliche Seele. "Weit du, ich werde mich so verstellen mssen, das ich mich selbst vergesse. Und wenn du dich nicht daran erinnerst, wie ich wirklich bin, dann werde ich mich selbst fr eine lange Zeit auch nicht mehr daran erinnern knnen . Wenn ich vergesse wer ich Bin, kann es passieren, da du auch vergit wer du bist. Und dann sind wir beide verloren. Dann brauchen wir eine dritte Seele die in unser Leben kommt, und uns daran erinnert wer wir wirklich sind." Und so schlossen die beiden Seelen ihre Vereinbarung. Die kleine Seele begab sich in ein neues Erdenleben. Und sie freute sich sehr darauf Vergebung sein zu drfen. Sie wartete begierig darauf, sich selbst als Vergebung erfahren zu drfen, und der freundlichen Seele dafr zu danken, da sie diese Erfahrung mglich gemacht hat. Und in jedem Augenblick dieses neuen Erdenlebens, wann immer eine Seele auftauchte, ob sie nun Freude oder Traurigkeit brachte - natrlich besonders wenn sie Traurigkeit brachte -, fiel der kleinen Seele ein, was Gott ihr mit auf den Weg gegeben hatte :

DENKE STETS DARAN ,
hatte Gott mit einem Lcheln gesagt,
ICH HABE DIR IMMER NUR ENGEL GESCHICKT

 

                                                               

 

 

 

Diese Geschichte habe ich einmal im Web gelesen.

Ich hab sie nicht vergessen und vielleicht macht sie Dich genauso nachdenklich wie mich.

 

 

 

Es war einmal ein Herz......

 

 

Das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger. Es schlug nun einmal so viel, wie es ntig war. Das Herz war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besa nur ein schwaches blarosa. Das schlimme war, da es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwcht und obwohl es noch nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.

Eines Tages war es auf die Idee gekommen, einen Verschlag um sich zu bauen. So suchte es den hrtesten Stein fr die Wnde, das massivste Holz fr das Dach und den strksten Stahl fr die Tr.  Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es verletzen - niemand konnte es mehr zerreien.Endlich war es sicher. Nun sa das kleine Herz in seinem Verschlag, lugte hinaus durch die Fugen im Stein und hrte ber sich das Knacken des Holzes. Es war ziemlich dunkel und kalt, dachte sich das Herz.

Aber es schlo einfach die Augen und tat, was es immer tat - schlagen. 100.000 Mal am Tag. Vor lauter Langeweile zhlte das Herz jeden Schlag mit, bis es ihm berdrssig wurde. So verga es manchmal einen Schlag zu tun.

Das Herz fragte sich, was es berhaupt noch fr einen Sinn hatte zu schlagen. Was das Herz vergessen hatte, war, da es sich zwar in Sicherheit vor allem Bsen befand, es niemand mehr verletzen und enttuschen konnte, da aber auch niemand mehr  hineinkommen wrde, der mit ihm lachen tte, jemand, der Purzelbume mit ihm schlagen wrde und es wrmte. Nach einiger Zeit fing das Herz an darber nachzudenken.

Es merkte, einen fatalen Fehler begangen zu haben. Mit aller Kraft versuchte es, die Stahltr aufzudrcken, doch sie war zuschwer, als da sie sich bewegen lie. So begann es, gegen die Steinwnde zu hmmern, doch auer da sich ein paar Brocken lsten, passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig. Als es sich am Dach zu schaffen machte, zog es sich nur einen dicken Splitter zu. Panikartig sa das kleine Herz in seinem selbst gebauten Gefngnis und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst. Wie konnte es nur den Schlssel in all seiner Trauer vergessen ? Das Herz verfluchte sich fr sein elendes Selbstmitleid.

Wie gern wrde es sich jetzt den Strmen des Lebens hingeben, sich vor Angst zusammenkrampfen, vor Freude hpfen, wenn es nur knnte. Es schaute durch das Schlsselloch hinaus in die Welt und sah die anderen Herzen. Einige waren bla, so wie es selbst. Sie schlichen durchs Leben, geduckt und allein. Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot - Hand in Hand ber Stock und Stein, unerschrocken und gestrkt vom anderen.

Doch was das Herz dann sah, lie es staunen und es konnte seine Trnen nicht verbergen. Da lagen Herzen im Staub mit Fen getreten. Sie waren wei und regten sich kaum noch. Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag. Niemand kmmerte sich um sie, denn auch sie hatten einmal den Schlssel ihres Gefngnisses so gut versteckt, da niemand ihn fand. Da fhlte das Herz zum 1. Mal, da es ihm noch gar nicht so schlecht ging. Noch war es rosa und noch fhlte es etwas. Es musste nur diesen Schlssel finden zu seiner Stahltr.

So machte es sich auf die Suche und probierte alle Schlssel, die es finden konnte. Es probierte sogar Schlssel, von denen es von Anfang an wute, da sie nicht passen wrden. Nach einiger Zeit merkte das Herz, da es wieder einen Fehler begangen hatte. Es war zu unberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen. Es verstand, da man das Glck nicht erzwingen kann. Frei ist man nur, wenn man frei denken kannn. Das Herz entspannte sich erst einmal und beschftigte sich mit sich selbst.

Es schaute in den Spiegel und begann sich so zu akzeptieren, wie es war, blarosa und faltig. Es sprte eine wohlige Wrme in sich aufsteigen und eine innere Gewissheit, da es auf seine Art und Weise wunderschn war.So fing es an zu singen, erst ganz leise und schnurrend und nach und immer lauter und heller, bis es ein klares Zwitschern war, wie das eines Vogels am Himmel.

Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben. Mit riesengroen Augen starrte das Herz auf diese Stelle, wo ein goldenes Schimmern zu erkennen war. Das Herz traute seinen Augen nicht. Da war der Schlssel, den es damals mit in den Stein eingemauert hatte. Das hatte es durch all seinen Schmerz und Selbstmitleid vergessen und jetzt, wo es den Schlssel in der Hand hielt, fiel es ihm wieder ein, wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschien, ihn nie wieder zu brauchen. Langsam und voller Bedacht den Schlssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schlo. Mit lautem gequietsche schob sich die schwere Stahltr zur Seite.

Das Herz machte einen Schritt nach drauen, schlo die Augen und atmete tief die frische Luft ein. Es streckte die Arme aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und nach unten und hrte gespannt mal hierhin und mal dorthin. Das Herz dachte,wie schn das Leben doch sei, machte einige Hpfer und begab sich auf den Weg, um Freunde zu finden. Den 1. den es traf war eine lustiger Geselle, der das Leben zum Schieen komisch fand und ber 1000 Freunde hatte.

Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte, mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen anstellte, merkte das Herz, da diesem Freund einiges fehlte ; - der Tiefgang. Was war das fr ein Freund, mit dem es nur lachen, aber nie weinen konnte ? Mit dem es nur durch Dick, aber nie durch Dnn gehen wrde. So zog das Herz weiter, allein, aber reich an einer neuen Erfahrung. Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stie. Es wurde direkt freundlich in ihre Mitte aufgenommen. Es war ein ganz neues Gefhl von Zugehrigkeit. Da war nun eine groe Gruppe, wie eine Familie, die zusammen-hielt, wo alle gleich waren.

Jeden Morgen standen sie zusammen auf, tranken den gleichen Tee, aen vom gleichen Brot und gestalteten jeden Tag gleich. Das Herz war glcklich - eine Zeitlang, bis es sprte, da auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte, denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualitt. In ihrer Mitte gab es keinen Platz fr jemanden, der eigenstndig war und sein Leben selbst planen wollte. Also lste das sich das Herz auch aus dieser Verbindung und geno sein eigenes Leben.

Es ging ber 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Tler, bis es an einem Haus ankam, das mit Stacheldraht umzogen war.Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hie, da tatschlich jemand in diesem Haus leben wrde. In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte. Bei dem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte. Wie sehr es damals gehofft hatte, da jemand ihm helfen wrde und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte. Es wute, da es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr stolz darauf. Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen, aus seinem Verlies zu kommen ? So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte, den Stacheldraht zu durchtrennen. Aber nach einiger Zeit verlieen es die Krfte. Auch dieses Herz hatte keine Mhe gespart, fr sich den strksten Stacheldraht zu finden. Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hrte, sondern nur ahnen konnte, was das fr ein Herz war, fhlte es eine starke Bindung zu ihm.

So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um dem anderen wenigstens nah zu sein.  So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltr wie einst seiner und begann zu reden. Tagelang, nchtelang stand es einfach nur da und redete. Es erzhlte von seinem Schicksal. Erzhlte ihm, was ihm alles in seinem Leben widerfahren war und es hrte ein Schluchzen hinter der dicken Tr. Unermdlich sprach das Herz weiter.

ber die lustigen Sachen, die es mit seinem 1. Freund erlebt hattte, ber die Wrme , die es bei seiner Familie erfahren hatte, und es vernahm ein leises Glucksen von innen. Erst leise,bis es immer lauter sich in ein gellendes Lachen verwandelte. Pltzlich sprach das Herz hinter der Stahltr zu ihm. Es wollte hinaus zu ihm und es sehen. Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen. Es wollte sich an seine Schulter lehnen, sich an es drcken und es nie wieder verlassen.

Das Herz war glcklich, endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was sollte es nur tun ? Wie auch bei ihm frher, wute das andere Herz nicht mehr, wo es den Schlssel versteckt hatte. So fate das Herz den Entschlu loszugehen, um den Schlssel zu suchen. Nur wo sollte es anfangen ? Es lief ziellos umher, suchte hinter Bschen, auf Bumen, tauchte in Seen danach; fragte alle, die seinen Weg kreuzten, aberniemand wute Rat und nirgends fand es den Schlssel. So ging es mit schwerem Herzen zurck zu der kleinen Htte. Krabbelte durch das Loch unterm Zaun,um die schlechte Nachrichtzu berbringen. Doch zu seinem Erstaunen fand es die schwere Stahltr geffnet.

Wie war das mglich gewesen ? -dachte das Herz. Pltzlich hrte es eine freundliche und liebevolle Stimme hinter sich. Da sah es ein kleines blarosa Herz stehen mit glhenden Wangen. Ich habe hier auf dich gewartet sagte das kleine Herz. Ich habe erkannt, da man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem Gefngnis zu entkommen. Doch so vielKraft konnte ich nur durch dich erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meiner Liebe zu dir habe ich den Schlssel zur Trmeines Herzens gefunden, der mir gleichzeitig die Tr meines Verlieses ffnete Sie nahmen sich an die Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam, ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus...bis an ihr Lebensende.

 

 

 

 

 

 

Essen mit Gott

Es war einmal ein kleiner Junge, der unbedingt Gott treffen wollte. Er war sich darber bewusst, dass der Weg zu dem Ort, an dem Gott lebte, ein sehr langer war. Also packte er sich einen Rucksack voll mit einigen Coladosen und mehreren Schokoladenriegeln und machte sich auf die Reise.

Er lief eine ganze Weile und kam in einen kleinen Park. Dort sah er eine alte Frau, die auf einer Bank sa und den Tauben zuschaute, die vor ihr nach Futter auf dem Boden suchten. Der kleine Junge setzte sich zu der Frau auf die Bank und ffnete seinen Rucksack. Er wollte sich gerade eine Cola herausholen, als er den hungrigen Blick der alten Frau sah.

Also griff er zu einem Schokoriegel und und reichte ihn der Frau. Dankbar nahm sie die Sigkeit und lchelte ihn an. Und es war ein wundervolles Lcheln! Der kleine Junge wollte dieses Lcheln noch einmal sehen und bot ihr auch eine Cola an. Und sie nahm die Cola und lchelte wieder - noch strahlender als zuvor. Der kleine Junge war selig. Die beiden saen den ganzen Nachmittag lang auf der Bank im Park, aen Schokoriegel und tranken Cola - aber sprachen kein Wort. Als es dunkel wurde, sprte der Junge, wie mde er war und er beschloss, zurck nach Hause zu gehen. Nach einigen Schritte hielt er inne und drehte sich um. Er ging zurck zu der Frau und umarmte sie. Die alte Frau schenkte ihm dafr ihr allerschnstes Lcheln.

Zu Hause sah seine Mutter die Freude auf seinem Gesicht und fragte: "Was hast du denn heute Schnes gemacht, dass du so frhlich aussiehst?" Und der kleine Junge antwortete: "Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen und sie hat ein wundervolles Lcheln!"

Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn schon auf sie wartete. Auch er fragte sie, warum sie so frhlich aussah. Und sie antwortete: "Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen - und er ist viel jnger, als ich gedacht habe."

Autor unbekannt

 

 

 

 

 

 

Schmusegeschichte

 

 

Vor langer Zeit lebten einmal zwei glckliche Leute, Franz und Anna, mit ihren beiden Kindern, Sebastian und Luci. Um zu verstehen, wie glcklich sie waren, mu man wissen, wie es damals zuging.

In jenen Tagen wurde jedem Kind bei der Geburt ein kleiner, warmer Schmusesack mitgegeben. Und jeder, der in diesen Sack hineinlangte, konnte einen warmen Schmuser herausholen. Die Nachfrage nach warmen Schmusern war sehr gro, weil derjenige, der einen warmen Schmuser geschenkt bekam, sich am ganzen Krper warm und liebkost fhlte; Menschen, die nicht regelmig warme Schmuser bekamen, holten sich leicht eine Krankheit im Rcken, die zur Verschrumpelung und dann zum Tode fhrte.

In jenen Tagen war es sehr leicht, warme Schmuser geschenkt zu bekommen. Jedesmal, wenn sich einer nach einem warmen Schmuser sehnte, konnte er zu jemanden sagen: "Ich htte gern einen warmen Schmuser." Der andere griff dann in seinen Schmusesack und zog einen warmen Schmuser heraus, so gro wie eine Kinderhand. Sobald dieser Schmuser das Tageslicht erblickte, lchelte er und verwandelte sich in einen groen, flauschigen, warmen Schmuser.

Man legte ihn dann auf die Schultern, auf den Kopf oder in den Scho und er schmiegte sich an und verschmolz mit der Haut und verstrmte berall ein gutes Gefhl. Die Menschen erbaten oft warme Schmuser voneinander, und da sie stets freiwillig verteilt wurden, brauchte keiner Angst zu haben, zu kurz zu kommen.

Eines Tages rgerte sich eine bse Hexe darber, da alle so glcklich waren und niemand ihre Zaubermittel kaufen wollte. Die Hexe war hinterhltig und listig und entwarf einen Plan. Eines wunderschnen Morgens kroch die Hexe zu Franz, whrend Anna mit ihrer Tochter spielte, und flsterte ihm in's Ohr: "Schau Franz, schau dir nur die warmen Schmuser an, die Anna Luci gibt. Weit du, wenn sie so weitermacht, wird sie irgendwann keine mehr haben und dann werden keine mehr fr dich brig sein!" - "Meinst du, da nicht immer, wenn wir hineinlangen, ein warmer Schmuser in unserem Schmusesack ist?" fragte Franz erstaunt. Und die Hexe sagte heimlich grinsend: "Keineswegs - und wenn sie einmal alle weg sind, gibt es eben keine mehr!" Mit diesen Worten entschwand sie auf ihrem Besen, und man hrte sie noch lange kichern.

Franz nahm sich dies zu Herzen und fing an, darauf zu achten, ob Anna einen von ihren warmen Schmusern verschenkte. Schlielich wurde er besorgt und traurig, weil er Annas warme Schmuser sehr gern mochte und sie nicht verlieren wollte. Er fand es pltzlich nicht mehr richtig, da Anna ihre warmen Schmuser an die Kinder und andere Leute verteilte. Wenn Anna jemand anderem einen warmen Schmuser gab, begann er sich zu beschweren, und weil Anna ihn gern hatte, hrte sie auf, anderen Menschen so hufig warme Schmuser zu geben, und sie reservierte sie fr ihn.

Die Kinder beobachteten das und kamen bald auf die Idee, da es falsch sei, warme Schmuser herzugeben, wann immer man wollte oder drum gebeten wurde. Auch sie wurden sehr vorsichtig. Sie beobachteten ihre Eltern genau, und wenn sie das Gefhl hatten, da sie anderen Menschen zu viele Schmuser gaben, fingen sie an, sich zu beschweren. Auch wurden sie allmhlich besorgt, da sie selbst zu viele warme Schmuser vergeben knnten. Obwohl sie jedesmal, wenn sie in den Sack langten, dort einen warmen Schmuser vorfanden, langten sie immer seltener hinein und wurden immer geiziger.

Schon bald bemerkten die Menschen den Mangel an warmen Schmusern und fhlten sich immer weniger warm und liebkost. Sie fingen an, zusammenzuschrumpfen, und gelegentlich starben Menschen an Mangel von warmen Schmusern. Immer hufiger gingen die Menschen zur Hexe und kauften ihre verschiedenen Mittelchen, obgleich sie nicht zu wirken schienen.

Nun, die Situation wurde immer ernster. Die bse Hexe, die all dies gesehen hatte, wollte nicht wirklich, da die Menschen starben, da Tote ja keine Zaubermittel kaufen. Deshalb entwickelte sie einen neuen Plan. Sie gab jedem einen Sack, der dem Schmusesack sehr hnlich sah, nur da er kalt war. Im Sack der Hexe waren kalte Frstler. Diese kalten Frstler gaben den Menschen kein warmes und liebkosendes Gefhl, sondern hinterlieen frstelnde Klte unter den Menschen. Aber sie vermieden eine Verschrumpelung des Rckens. Von jetzt an sagten die Leute jedesmal, wenn jemand von ihnen einen warmen Schmuser haben wollte: "Ich kann dir keinen warmen Schmuser geben, aber hier hast du einen kalten Frstler", denn sie bangten um ihren Vorrat an warmen Schmusern.

Manchmal geschah es, da zwei Menschen aufeinander zugingen und dachten, sie bekmem warme Schmuser. Doch einer von beiden berlegte es sich dann doch, und schlielich gaben sie sich nur kalte Frstler. Die Folge war, da zwar nur noch wenige Menschen starben, jedoch waren sehr viele Menschen unglcklich und fhlten sich kalt und frstelnd.

Die Situation wurde sehr schwierig, da es seit dem Kommen der Hexe angeblich immer weniger warme Schmuser gab. Aus diesem Grund wurden die warmen Schmuser, die vorher selbstverstndlich wie Luft waren, auerordentlich selten und wertvoll. Dies veranlate die Menschen, alle mglichen Dinge zu tun, um sie zu bekommen.

Bevor die Hexe aufgetaucht war, waren oft Leute in kleinen Gruppen zusammengekommen und hatten sich nie gekmmert, wer wem warme Schmuser gab. Aber seit dem Erscheinen der Hexe schlossen sich die Menschen nur noch in Paaren zusammen und reservierten so alle warmen Schmuser ausschlielich freinander. Verga man sich einmal und gab jemand anderem einen warmen Schmuser, bekam man ein schlechtes Gewissen! Diejenigen, die niemanden finden konnten, der ihnen warme Schmuser geben konnte, muten ihre warmen Schmuser kaufen und muten berstunden machen, um das Geld dafr zu verdienen.

Einige Leute wurden irgendwie beliebt und bekamen eine Menge warmer Schmuser, ohne selber welche herzugeben. Diese Leute verkauften dann aus ihrem berflu an Schmusern welche an die ungeliebten Leute, die ihre warmen Schmuser zum berleben brauchten.

Aber es geschah noch etwas anderes: nmlich, da die Leute kalte Frstler sammelten, die ja umsonst und in unbegrenzter Menge zu haben waren, diese wei und flauschig machten und dann als warme Schmuser ausgaben. Diese scheinbar warmen Schmuser waren in Wirklichkeit Plastikschmuser und verwirrten die Leute sehr.

Zum Beispiel kamen zwei Mensche zusammen und tauschten freigiebig Plastikschmuser aus, die ihnen ja eigentlich ein gutes Gefhl geben sollten - stattdessen fhlten sie sich jedoch schlecht. Da sie aber meinten, sie htten warme Schmuser ausgetauscht, wurden die Menschen ganz bedrckt und durcheinander und bemerkten dabei nicht, da ihre kalten frstelnden Gefhle in Wirklichkeit von den vielen Plastikschmusern kamen.

Die ganze Situation war also total verzwickt, und all das kam nur daher, da es der Hexe gelungen war, den Leuten einzureden, da sie eines Tages, wenn sie es am wenigsten erwarteten, beim Hineinreichen in ihren warmen Schmusesack dort nichts mehr finden werden.

Vor gar nicht allzulanger Zeit geschah jedoch etwas Unerwartetes: Eine Frau mit breiten Hften und langen Haaren, die im Zeichen des Wassermanns geboren war, kam in dieses unglckliche Land. Sie schien noch gar nichts von der bsen Hexe gehrt zu haben und sorgte sich nicht darum, da sie einmal keine Schmuser mehr haben knnte. So verteilte sie ihre warmen Schmuser freigiebig und sogar ohne darum gebeten zu werden. Man nannte sie die "Zigeunerin" und man war ber sie verrgert - setzte sie doch den Kindern in den Kopf, da man sich nicht um ein Ausgehen der warmen Schmuser zu sorgen brauche.

Die Kinder mochten sie sehr gern, denn sie fhlten sich gut in ihrer Nhe und begannen wieder, warme Schmuser zu verteilen, wann immer sie Lust dazu hatten.

Die Erwachsenen wurden immer besorgter und beschlossen, ein Gesetz zu verabschieden, das die Kinder davor schtzen sollte, ihren Vorrat an warmen Schmusern zu vergeuden. Dieses Gesetz sollte das verschwenderische Verschenken warmer Schmuser ohne Genehmigung verhindern. Vielen Kindern schien es jedoch nichts auszumachen. Trotz des Gesetzes gaben sie weiterhin warme Schmuser, wenn sie sich danach fhlten und immer, wenn sie darum gebeten wurden. Da es sehr viele Kinder gab, fast so viele wie Erwachsene, bestand die Hoffnung, da sie sich vielleicht durchsetzen wrden.

Im Augenblick ist es schwer zu sagen, was geschehen wird. Es ist noch nicht raus, ob Gesetz und Ordnung der Erwachsenen das Aufbegehren der Kinder bezwingen knnen, oder ob sich die Erwachsenen der Zigeunerin und den Kindern anschlieen werden.

aus ICH 1/95

 

Autor(in) unbekannt, zitiert nach "EMOTION"  

 

 

          

    

Die Liebe

 

Vor langer, langer Zeit existierte eine Insel,
auf der alle Gefhle der Menschen lebten:
"Die gute Laune", "Die Traurigkeit", "Das Wissen", .......
und so wie alle anderen Gefhle, auch "Die Liebe".
Eines Tages wurde den Gefhlen mitgeteilt, dass die Insel sinken wrde.
Also bereiteten alle ihre Schiffe vor und verlieen die Insel.
Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten.

Bevor die Insel sank, bat die Liebe um Hilfe.
Der Reichtum fuhr auf einem luxurisen Schiff an der Liebe vorbei.
Die Liebe fragte: "Reichtum, kannst Du mich mitnehmen?"
"Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff habe ich
viel Gold und Silber, da ist kein Platz fr Dich."

Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff vorbeikam:
"Stolz, ich bitte Dich, kannst Du mich mitnehmen?"
"Liebe, ich kann Dich nicht mitnehmen...", antwortete der Stolz,
"hier ist alles perfekt. Du knntest mein Schiff beschdigen".

Also fragte die Liebe die Traurigkeit, die an ihr vorbeiging:
"Traurigkeit, bitte, nimm mich mit."
"Oh Liebe", sagte die Traurigkeit,
"ich bin so traurig, dass ich alleine bleiben muss."

Auch die Gute Laune ging an der Liebe vorbei,
aber sie war so zufrieden, dass sie nicht hrte, dass die Liebe rief.

Pltzlich sagte eine Stimme: "Komm, Liebe, ich nehme Dich mit."
Es war ein Alter, der sprach.
Die Liebe war so dankbar und so glcklich,
dass sie verga, den Alten nach seinem Namen zu fragen.

Als sie an Land kamen, ging der Alte fort.
Die Liebe bemerkte, dass sie ihm viel schuldete und fragte das Wissen:
"Wissen, kannst Du mir sagen, wer mir geholfen hat?"
"Es war die Zeit", antwortete das Wissen.
"Die Zeit?", fragte die Liebe, "warum hat die Zeit mir geholfen?"
Und das Wissen antwortete: "Weil nur die Zeit versteht,
wie wichtig die Liebe im Leben ist".

 



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