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Einleitung zu Mantras

Niemand kann das Mysterium der Mantras voll und ganz erklären. Diese magischen Klänge helfen, körperliches Ungleichgewicht wieder ins Lot zu bringen, den Geist zu entspannen, die Emotionen zu besänftigen und das Herz zu öffnen. Sie stimulieren, aktivieren, motivieren und machen wieder jung. Sie helfen uns dabei, zu tan­zen oder zu schlafen, zu lachen oder zu weinen, zu lieben oder zu meditieren, sie machen leichtherzigen Spaß aus eintöniger Haus­arbeit oder schwierigen Körperübungen. Sie können helfen, jemanden zu vergessen oder zu finden.

Diese Auswahl von Mantras umfaßt traditionelle Gesänge aus dem Himalaya, Gebete, Hymnen, Wiegenlieder und inspirierte Neukompositionen. Auch wenn sie ihren östlichen Ursprüngen treu bleiben, sind diese Mantras sowohl durch als auch für die Stimmen, Musikinstrumente, Vorlieben und Lebensrhythmen des Westens umgewandelt worden. Jedes einzelne Mantra dient einem eigenen Zweck; alle werden mit der Absicht präsentiert, dich zum Mitsingen zu inspirieren, damit du selbst ihre wohltuende Wirkung erleben kannst.

Der mythische Hintergrund, der jedes Mantra begleitet, soll die Phantasie anregen. Es spielt keine Rolle, ob du Mythen als archetypische Symbole für das chaotische moderne Leben oder als für Kinder erfundene Geschichten betrachtest. Durch ihre Personifizierung menschlicher Evolution in Form von Gottheiten mit übermenschlichen Kräften wenden sich Mythen an das magische Kind, das in uns schlummert. Und man braucht nicht an einen Mythos zu glauben, um dessen Wahrheit zu erfahren.

Wie man Mantras benutzt

Singe laut mit vollem Atem und vollem Herzen. Wenn du bei diesen Aufnahmen mitsingst (besonders in einer Gruppe), bekommst du die volle Wirkung vom Erzeugen, Hören und Spüren der Schwingungen. Betrachte diese Aufnahmen wie deine eigene Mantra-Singgruppe und ermutige deine Freunde mitzu- machen. Experimentiere, improvisiere und behalte dabei deinen Sinn für Humor.

Um eine Störung zu heilen, einen Funktionsbereich zu entwickeln oder einen Wunsch zu erfüllen, ziehe folgende Vorschläge in Erwägung:

1. Wähle ein Mantra zum gewünschten Zweck.

2. Treffe mit dir selbst eine Abmachung, das Mantra jeden Tag zu singen. Man beachte: Bei 108 ununterbrochenen Wiederholungen pro Tag, vierzig Tage lang, setzt sich die Schwingung eines Mantras im physischen Körper fest und bietet eine großartige stabilisierende Wirkung in den Wechselfällen des Lebens (leider muß man, wenn man einen Tag aussetzt, wieder von vorne beginnen). Macht nichts, du hast nichts zu verlieren außer deiner Angst.

3. Es ist schön, für sich oder die Gruppe eine kleine Zeremonie zu veranstalten, bevor man mit dem Singen beginnt. Du kannst eine Kerze und Räucher- stäbchen anzünden; das Gebet deiner Wahl sprechen; die Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft) ehren; dich duschen oder dir die Hände und Füße waschen.

4. Bevor du mit dem Singen beginnst, mache ein paar tiefe Atemzüge. Strecke deine Zunge heraus und mache ein paar Geräusche, um Gefühle zu entladen. Mache ein paar Dehnungsübungen (Moore, 1990, S. 13-16).

5. Wenn du singst, halte deine Wirbelsäule gerade. Konzentriere dich auf die Schwingung in der Mitte der Stirn oder spüre sie im Herzen. Lasse die Klänge Bauch und Brust füllen sowie auch den Kopf. Die Intensität der Hingabe ist der Schlüssel, der zum Erfolg führt.

6. Experimentiere damit, jeden Tag zur gleichen Zeit zu singen (vor Sonnen- aufgang und bei Sonnenuntergang sind besonders kraftvolle Zeiten). Versuche, an Orten zu singen, die sich wie Kraftorte anfühlen (an einem Fluß, auf einem Berggipfel usw.).

7. Halte deine Intentionen klar.

Wie Mantras heilen:

Inspirierte Klänge erzeugen inspirierte Gedanken, Gefühle und Taten. Wir haben immer noch viel zu lernen darüber, wie Klänge, die aus einem inspirierten Bewußtseinszustand hervorgehen, das gewöhnliche Bewußtsein anheben können. Es ist klar, daß durch eine Stimulierung von Nervenzentren im Gaumen und im Schädel Mantras wohltuende elektrisch-chemische Veränderungen im ganzen Körper bewirken. Ihre Botschaften schwingen sich direkt ins Nervensystem und von dort in die Welt hinaus. Das Gefühl von Frieden und Wohlergehen, das sich daraus ergibt, ist nicht zu leugnen. Obwohl der Einfachheit halber der Begriff Mantra im Verlauf dieses Textes verwendet wurde, handelt es sich bei dieser Auswahl eigentlich um sogenannte Mantra-Kirtans, weil sie volle musikalische Begleitung aufweisen. Die Kunst und Wissenschaft, inspirierte Klänge mit Musik zu kombinieren, die die Seele berührt, hängt von neun Elementen ab (Gardner, 1990).

1. Das Dröhnen ist der ununterbrochene Grundton, auf dem alle anderen musikalischen Elemente beruhen. Diese Beständigkeit erzeugt ein Gefühl der Sicherheit und dringt tief in den physischen Körper ein. Bei den meisten dieser Mantra-Kirtans gibt es ein deutlich hörbares Dröhnen. Aber ob er hörbar ist oder nicht, du kannst bestimmt auch den Grundton für dich herausfinden.

2. Die Wiederholung läßt dich so vertraut werden mit einer Klang­formel, daß du dich entspannst und für die Heilung aufnahmebereit wirst. Durch das häufige Wiederholen eines Mantras sammelt sich der Geist, und es erfolgt eine spontane Heilung. Bei ausreichender Wiederholung beginnt das Mantra, in deinem Herzen zu singen. Dann kommt es sowohl bei Kummer als auch in Zeiten des Friedens zu dir.

3. Obertöne entstehen ganz natürlich und klettern wie eine Klang­treppe über das Dröhnen. Sie bringen deine subtilen emotional­mental-spirituellen Energiefelder mit deinem physischen Körper in Einklang. Versuche einmal, bei einem Gesang Obertöne zu singen. Es ist interessant, den Oberton auf den Grundton zu singen und den Ton während des ganzen Mantras zu halten. Der letzte lange Ton am Ende jedes Gesangs ist auch besonders gut fürs Obertonsingen.

4. Rhythmus wirkt Sich auf die Rhythmen des Körpers aus (Herzschlag, Atemzyklus, elektrische Aktivität des Gehirns usw.). Die meisten dieser Mantra-Kirtans sind rhythmisch auf einen ent­spannten Wachzustand eingestimmt. Sie stabilisieren den Körperrhythmus, ohne dich einzuschläfern, und harmonisieren sich leicht mit solchen Betätigungen wie Hausarbeit, Autofahren oder Tanzen.

5. Harmonie wirkt sich auf die Gefühle aus. Das trifft auf die instrumentale wie auch auf die stimmliche Harmonie zu. Bei einem Mindestmaß an Harmonie werden deine Gefühle immer ruhiger; vielleicht schläfst du sogar ein. Bei einem Höchstmaß an Harmonie werden deine Gefühle aktiviert; unter Umständen wirst du sogar überreizt. Diese Mantras streben ein vibrierendes emotionales Gleichgewicht an, das hilft, die Molekulargeometrie von erkrankten Organen wieder ins Lot zu bringen. Spiele mit diesen Harmonien und nimm deren heilende Klänge in dein Wesen auf.

6. Melodie ist das wichtigste Element der mentalen Kontrolle. Sie kann die Aufmerksamkeit des Geistes so stark fesseln, daß eine Minute schwerer körperlicher Betätigung einem wie nur ein paar Sekunden vorkommen kann. Konzentriere dich auf eine Melodie anstatt darauf, wie schlecht du dich fühlst, und du kannst eine Krankheit in einen Heilungsprozeß verwandeln.

7. Instrumente haben auch ihre einzigartige Wirkung auf uns. Du mußt kein ausgebildeter Musiker sein, um Spaß daran zu haben, Trommel, Tambourine, Klangstöcke, Maracas usw. zu spielen. Es macht ungeheure Freude, auf diese Mantras gemeinsam zu musi­zieren oder deine eigene Musik zu erfinden, um sie mit einer Gruppe gemeinsam zu spielen.

8. Form ist das Muster von Tempo und Lautstärke, das die Atmosphäre bestimmt. Bei diesen Mantras wird normalerweise eine Intensität aufgebaut, ein Höhepunkt erreicht, wonach sich die Musik normalerweise wieder verlangsamt und beruhigt. Diese zyklische Form ist ideal für das Heilen.

9. Die Absicht ist bei weitem das wichtigste Heilungselement. Habgier, Selbst- sucht, Rachegelüste usw. funktionieren mit diesen Mantras nicht. Wenn deine Intention das höchste Wohlergehen aller (darunter natürlich auch deiner selbst) umfaßt, kannst du sicher sein, daß das Universum dich unterstützen wird.

 

Was bedeutet Mantra?

 


Mantra ist ein Begriff aus dem Sanskrit: "man" steht für "denken" und "tra"[trai] bedeutet "beschützen" oder "befreien". Durch das Denken an ein Mantra, das Wiederholen einer spirituellen Silbe können wir uns von schlechten Gedanken bzw. von Gedanken überhaupt befreien.

 

 

Was ist ein Mantra ?

 


Mantra ist eine mystische Energie in einem Klang. Rezitieren wir eine Mantra, setzen wir diese Energie frei. Wir können diese so für uns selbst in der Meditation nutzen oder anderen Menschen schicken.

Jedes Mantra besitzt die folgenden sechs Eigenschaften:

 

enthüllt von einem Weisen, der mit diesem Mantra die Selbstverwirklichung erreicht hat

enthält einen Aspekt Gottes

bestimmtes Versmaß

enthält bija (Samen)

enthält dynamische göttliche Macht, Shakti

besitzt einen Energieverschluß, der nur durch regelmäßiges Wiederholen geöffnet werden kann

 

 

 

Die drei Arten der Mantren

 

 

Saguna

 

mit Eigenschaften


Sagunamantren richten sich an eine bestimmte Gottheit bzw. an einen bestimmten Aspekt Gottes. So verwendet der Yogi z.B. ein Shiva-Mantra um das Niedere in sich, die schlechten Eigenschaften zu zerstören.


OM Namah Sivaya
Shiva
Mantra für den Wandel zum Guten

OM Namo Narayana

Narayani
Mantra für Frieden und Harmonie


OM Sri Durgayai Namah
Durga





Nirguna

 

ohne Eigenschaften


Diese Mantren richten sich an die gesamte Schöpfung. Beim Wiederholen verliert mensch seine individuelle Identität und verschmilzt mit der Natur.

 

 

OM

OM enthält als kosmischer Urlaut alle anderen Mantren. Das Universum kam aus OM, ruht in OM und löst sich in OM auf. Om besteht aus drei Buchstaben: A-U-M

 

A
 physische Ebene
 Wachzustand
 
U

 geistige, astrale Ebene
 Traumzustand
 
M

 samadhi-Ebene
 Tiefschlaf


 


 

bija


Das bija- oder Samenmantra ist ein sehr energievolles Mantra. Seine Bedeutung kann nicht mit dem Intellekt erfaßt werden, sondern wird nur vom energetischen Körper "verstanden". Sie wirken direkt auf das jeweilige Chakra.

HAM
 Äther
 
YAM

 Luft
 
RAM

 Feuer
 
VAM

 Wasser
 
LAM

 Erde

  

 

 

 

lokah smastah sukhino bavantu

Mögen alle Wesen Glück und Harmonie erfahren
 
 

Asato ma sat gamaya

 

Asato ma sat gamaya
Tamaso ma jyotir gamaya
Mrityor maamritam gamaya
 
Das Om führe mich vom Unwirklichen zum Wirklichen
Von der Dunkelheit zum Licht
Von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit
 
 

Ashtanga Yoga Mantra

 

Om
vande gurunam caranaravinde
sandarshita svatma sukha va bodhe
nih sreyase jangalika yamane
samsara halahala mohasahantyai
 
abahu purushakaram
shankacakrasi dharinam
sahasra shirasam svetam
pranamami Patanjalim
Om
 
Zu seinem Lotusfüßen sitzend
bete ich zu dem höchsten Lehrer,
der das richtige Wissen lehrt,
indem er den Weg aufzeigt
zum großen Glücksgefühl der Selbsterkenntnis;
er ist der Arzt im Dschungel,
der fähig ist,
das Gift der Unwissenheit
unserer konditionierten Existenz
zu enfernen.
 
Vor ihm, Patanjali,
verneige ich mich tief,
denn er ist ein Inkarnation von Adishesa,
von weißer Farbe mit tausend strahlenden Häuptern
(in seiner Form als göttlich Schlange Ananta),
in menschlicher Form hält er unter der Schulter das Schwert
(als Unterscheidungskraft zwischen Realität und Illusion),
ein Feuerrad
(den Lichtdiskus der die unendliche Zeit repräsentiert),
und ein Muschelhorn
(den göttlichen Klang).
 
 

Brahmaparnam

 

Brahmaparnam Brahmahavir
Brahmagnau Brahmanahutam
Brahmaiva Tena Gantavyam
Brahmakarma Samadhinam
 
Brahman ist die Opfergabe.
Brahman ist das Opferfeuer.
Durch Brahman wird die Opfergabe in das Feuer Brahmans gegossen.
Wer allezeit das Wirken Brahmans sieht,
wird wahrlich Brahman erreichen.
 
Der Yogi sieht in Allem und Jedem das Göttliche
und ist sich der göttlichen Energie auch beim Essen bewußt.
Zum Zeichen dafür wiederholt er diese Strophe vor den Mahlzeiten
und macht sie so zu etwas Besonderem!
 
 

Maha Mrityunja Mantra

 

Om
Trayambhakam yajamahe
Sughandhim pushtivardanam
Urvarukamiva Bhandanam
Mrityor mukshiya mamritat
 
Om
Wir verehren den dreiäugigen Shiva,
der wohlriechend ist
und alle Wesen ernährt.
Möge eruns vom Tod befreien
und uns dazu reif machen,
zur Unsterblichkeit zu gelangen,
genau wie ein reife Gurke von der Pflanze abfällt.
 
Dieses Mantra verwendet derYogi als Heilmantra,
für sich selbst, oder er schickt es an Mit-Yogis weiter.
 
 

Mangala Mantra

 

Om
Svasti praja bhyaha pari pala yantam
Nya yena margena mahi mahishaha
Go brahmanebhyaha shubamastu nityam
Lokah samastah sukhino bhavantu
Om shanti shanti shanti
 
Om
Der spirituelle Reichtum sei hoch gerühmt.
Mögen die Verwalter der Welt sie gerecht und korrekt lenken,
damit alles Göttliche und Weise Geschützt ist,
und alle Menschen glücklich und begünstiget sind.
 
Abschlußmantra der Ashtangaserie
 
 

OM

 

OM enthält als kosmischer Urlaut alle anderen Mantren.
Das Universum kam aus OM,
ruht in OM
und löst sich in OM auf.
Om besteht aus drei Buchstaben: A-U-M
A
physische Ebene
Wachzustand
U
geistige, astrale Ebene
Traumzustand
M
samadhi-Ebene
Tiefschlaf
 
 
  

SOHAM

 

Ich bin, der ich bin.
 
Wiederhole mit dem Einatmen SO und mit dem Ausatmen HAM
 
 

Vedanta Mantra

Om
Purnam adah purnam idam
purnat purnam udacyate
purnasya purnamadaya
purnam evavashishyate
Om shanti shanti shanti
 
Om
Jenes ist ganz.
dieses ist ganz.
Aus dem Ganzen manifestiert sich das Ganze.
Wenn das Ganze verschwindet, bleibt das Ganze zurück.
 
 
 
Durch das mehrmalige Wiederholen eines Mantren, erfährst Du seine Tiefe. 

Zu einigen spürst du auch gleich eine tiefere Verbindung.
 
 

Gayatri Mantra

- Freie Übersetzung und Interpretation




OM BHUR BHUVAH SWAH
TAT SAVITUR VARENYAM
BHARGO DEVASYA DHIMAHI
DHIYO YO NAH PRACHODAYAT

 

Deutsche Übersetzung: „Erde, Himmel und All, wir meditieren über diese und das unbeschreibliche Licht und den Glanz der Sonne! Möge sie unsere Gedanken leiten!“


Throughout the experience of life „THAT“ essential nature illuminating existence is the Adorable ONE. May all beings perceive through subtle and meditative intellect the brilliance of enlightened awareness
(Gayatri Meditation, Sangha ShantiMayi)

Übersetzung: Die gesamte Erfahrung des Lebens hindurch ist „DAS“ allem zugrundeliegende Natur, alles enthüllende Dasein, das erfüllende EINE. Mögen alle Wesen durch feinen und meditativen Verstand die Genialität eines erleuchteten Bewußtseins erfahren. (Anantadas)

Freie Übersetzung des Gayatri Mantras: Der Ursprung und die Wesensgrundlage des vollständigen Daseins und der gesamten Erfahrung des Lebens hindurch ist „DAS“ alles hervorbringende und nährende, verehrungs- und anbetungswürdige, aufklärend erhebende, das glanzvoll strahlend erfüllende EINE. Mögen alle Wesen zu höherer Einsicht und Weisheit geführt werden und durch feinen, klaren, wachen und meditativen Verstand die Genialität eines erleuchteten Bewußtseins erfahren. (Anantadas)

Gayatri – heiligster Vers des Rigveda, wendet sich an die Sonne als Beleber und Inspirierer aller Wesen (Savitri), Gayatri wendet sich an die höchste Intelligenz, die Quelle allen Lichts, mit der Bitte, die begrenzte Intelligenz des Individuums zu beleben, zu nähren und zu inspirieren. Tat savitur varenyam bhargo devasya dhimahi dhiyo yo nah pracodayat – Wir versenken uns in den erhabenen Glanz des Gottes Savita, der unsere höhere Einsicht inspirieren möge!(Spirituelles Wörterbuch)
Wir meditieren über den Ruhm jenes Ishwara, der das ganze Universum erschaffen hat, der würdig ist, verehrt zu werden, der eine Verkörperung des Wissens und des Lichtes ist, der Sünden und Unwissenheit beseitigt. Möge er unseren Intellekt erleuchten.(Meditation und Mantras)

Wir meditieren über Gott, der das physische, astrale und kausale Universum erschaffen hat, der das höchste Selbst ist, der verehrungswürdig ist, der das Unwissen beseitigt und alles mit seinem Licht erfüllt. Möge er unseren Geist (Intellekt) erleuchten.(Kirtan Heft, Yoga Vidya)

OM – Ursprung der Schöpfung, des Universum; Ausdruck des Absoluten; Verbindungspunkt zwischen absoluter und relativer Welt; Träger aller Daseinsebenen; Manifestation der spirituellen Kraft;

Bhur – Erde; Erdenwelt; materielle Daseinsebene

Bhuvah –Welt zwischen Erden- und Himmelswelt; astrale Daseinsebene

Swah – Himmelswelt; reiner Bewußtseinszustand; kausale/göttliche Daseinsebene

Tat – DAS; Absolute; Unendliche; Alles umfassende und alles beinhaltende

Savitur – Schöpfer

Varenyam – verehrungswürdig; anbetungswürdig

Bhargo – Glanz; Ruhm; Beseitiger der Unwissenheit

Devasya – glänzend; scheinend, strahlend

Dhimahi – Intuition, Meditation; Schaukraft; höhere Einsicht; Wir meditieren

Dhiyo - Intellekt; Verstehen  yo nah pracodayat – Welcher unsere höhere Einsicht inspirieren möge

Yo – Der; Wer; Welcher

Nah – Unser

Prachodayat – erleuchten; führen; antreiben
Auszüge aus der deutschen Übersetzung des Buchs „Sadhana“ von Swami Shivananda,

für eine allgemeine Verständlichkeit sind Fachausdrücke und Worte in Sanskritsprache sinngemäß ins Deutsche übertragen (von Anantadas), Ergänzungen stehen alleine, oder die original Textteile direkt hinter der Übersetzung, in ( ) Klammern.



Gayatri Sadhana (Spirituelle Praxis der Gayatri Mantra Rezitation)
Philosophie des Gayatri Sadhana

Von allen Mantras ist die höchste und machtvollste Kraft aller Kräfte das große glorreiche Gayatri Mantra. ... In der Tat, Gayatri ist eine undurchdringliche spirituelle Rüstung, eine wahre Festung, die ihren Verehrer bewahrt und beschützt, ihn göttlich macht und ihn mit dem strahlenden Licht der höchsten spirituellen Erleuchtung segnet. ..., die regelmäßige Wiederholung einiger Runden(Malas) des Gayatri täglich wird dir alles schenken, was für dich verheißungsvoll und hilfreich ist, jetzt und später.
...es ist nichts anderes als ein aufrichtiges Gebet um Licht, das sich an den allmächtigen, höchsten Geist richtet. Es ist wahrlich das einzige transzendentale Leitlicht für die Menschheit.

Es liegt in der Natur des (Lichtes) Gayatri, daß es in jeder beliebigen Form und in jedem beliebigen Namen verehrt und angebetet werden kann.

...dieses „Tat Savituh“, diese Sonne, ist die große Sonne, die nicht von dieser Sonne und diesem Mond erhellt wird, und die das unpersönliche, absolute Allumfassende(Brahman) ist.

Deswegen ist es das größte Mantra und die regierende Gottheit ist das reine universale Absolute(Para Brahman) selbst. Und doch kann es von jedem Suchenden angenommen werden, denn es ist zur Verehrung ...(aller Aspekte des Göttlichen, aller Gottheiten oder auch zur form-, namens- und eigenschaftslosen Verehrung des Absoluten gedacht).

Auch als Angehöriger einer anderen (egal welcher) Religion oder Gesellschaftsschicht(Kaste) kann man Gayatri Sadhana machen, wenn man wirklich aufrichtig, ernsthaft und vertrauensvoll ist. Das Leben wird tatsächlich gesegnet sein. Liebe Suchende, erkennt die wunderbare Stärke des glorreichen Gayatri. Erkennt klar, welch kostbares Erbe ihr in diesem Mantra habt! Schätzt diese heilige Energie(Shakti), die die Seher(Rishis) von einst hinterlassen haben, nicht gering! Das ist die einzige wahre Energie(Shakti), vor der Elektrizität, nukleare Radioaktivität und Atomkraft bloß als gewöhnliche flüchtige unerhebliche Belanglosigkeiten erscheinen. ...Es wird dich vor allen Gefahren bewahren, dir die unendliche Kraft geben, alle Schwierigkeiten zu überwinden, und dich zum höchsten Gipfel der Herrlichkeit, der Kraft, des Friedens und der Freude tragen.



Die Praxis von Gayatri Sadhana

Der Schöpfergott(Brahma) molk gleichsam aus den drei heiligen Schriften(Veden) den Buchstaben A, den Buchstaben U und den Buchstaben M, formte durch ihre Verbindung drei dreiteilige Einsilber, zusammen mit drei mystischen Worten ~ Bhur, Bhuvah und Svah, Erde, Himmel und Himmelreich. Gleichfalls aus den drei Veden molk der Herr der Geschöpfe erfolgreich, unbegreifbar und erhaben die drei Versmaße dieses unaussprechlichen Textes, beginnend mit dem Wort Tat und genannt Savitri oder Gayatri ((Manu Smriti, Kap. III)).
So kam: OM Bhur Bhuva Svah; Tat Saviturvarenyam; Bhargo devasya dhimahi; dhiyo yo nah Prachodayat. „Meditieren wir über Gott(Ishwara) und Seine Herrlichkeit, der das Universum geschaffen hat, der verehrungswürdig ist, der alle Sünden und Unwissenheit beseitigt. Möge Er unseren Intellekt erhellen!“

.... Nun betest du zur verehrten Mutter der Schriften der höchsten Weisheit(Veden) ~ Gayatri; sie gebe dir einen reinen erhabenen(sattvigen) Intellekt, der dir helfen wird zu verwirklichen ~ „Aham Brahma Asmi“ ~ Ich bin das Absolute(Brahman). Das ist die nicht-dualistische(advaitische) Bedeutung des Gayatri. Fortgeschrittene Schüler im Yoga mögen diese Bedeutung nehmen: „Ich bin das höchste Licht aller Lichter, das dem Buddhi, der Intelligenz, das Licht gibt“. ...

Gayatri ist die Mutter der Veden und zerstört alle Sünden. Das einsilbige OM ist ein Sinnbild des Höchsten. Es gibt nichts Läuternderes auf der Erde als das Gayatri. Wiederholung(Japa) des Gayatri bringt dieselben Früchte wie die Rezitation aller Schriften(Veden) ... Dieses einzigartige Mantra, wenn es aufrichtig und mit klarem Bewußtsein wiederholt wird, bringt das höchste Gut.

Gayatri vernichtet die vier Arten von Wunschzielen(Purushartha), nämlich Dharma, Artha, Kama und Moksha ~ Rechtschaffenheit, Reichtum, Wunschobjekte und Befreiung. Es zerstört die drei Granthis oder Knoten der Unwissenheit ~ Nichtwissen(Avidya), Begierde(Kama), Konsequenzen von Handlungen(Karma). Es ist ein großartiger Läuterer und schenkt klares Bewußtsein. Schließlich gibt das Gayatri Freiheit oder Befreiung vom Rad von Geburt und Tod (...von Verhaftung in der Dualität).

Die Wiederholung des Gayatri bringt letztlich die Ansicht(Darshan) von Gayatri, führt zur Verwirklichung des nicht-dualistischen absoluten Allumfassenden(advaitischen Brahman), zur Einheit des Bewußtseins, zum Einssein, und der Suchende, der zu Beginn Mutter Gayaytri um Licht bat, singt nun in überschwenglicher Freude: „Ich bin das Licht aller Lichter, ich gebe der Intelligenz(Buddhi) Licht!“

 

  

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