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 Die, die ich bin

Als mein Weg noch jung war und meine Ziele nur Träume, bin ich viele Wege gegangen, manchmal waren sie gerade und manchmal waren sie verschlungene Pfade. Manche entsprangen meinem Ego, manche meinem Herzen.

Immer, wenn ich dachte, ein Weg sei fast zu Ende, stand ich an einer neuen Gabelung des Weges mit der Entscheidung rechts oder links weiterzugehen. Anfangs entschied ich mich für den Weg meiner Vorstellungen und Erwartungen, die sich aber auf diesem Weg dieser Entscheidungen selten erfüllt haben. Nach dieser Erfahrung wählte ich den anderen Weg, den Weg der Zielstrebigkeit jenen Zielen entgegen, die ich für mich erträumte.

Dieser Weg dieser Entscheidung lehrte mich, dass der Weg das Ziel ist, man aber nicht immer alle seine Ziele erreichen kann, wobei jene Ziele, die man auf diesem Weg vollenden konnte, nicht so vollendet wurden, wie man sie angestrebt hatte.

So merkte ich aber auch, dass ich mich veränderte. Somit auch meine Ziele. Ist das Leben ein Irrgarten? Wo war ich? Wohin sollte ich nun gehen, wenn ich mich ständig veränderte durch neue Erfahrungen, neuen Gefühle?

    Nachdem ich die Erfahrungen dieser Weggabelungen gemacht  hatte, erkannte ich, dass am Ende eines Weges nicht nur die Möglichkeit bestand links oder rechts seinen Weg zu wählen, sondern dass es außerdem noch einen Weg ins Unbekannte gab, den man weder mit Erwartungen, Vorstellungen noch Zielstrebigkeit begehen konnte, weil ich niemals wusste, wohin er mich führte. Ein neuer Weg, den ich gehen könnte, wenn die anderen Wege mir versperrt wären.

Anfangs fürchtete ich diesen Weg zu begehen, waren da doch all meine unangenehmen Erfahrungen und Ängste vor dem Ungewissen. Ich hatte doch meine ganz speziellen Vorstellungen von meinem Leben!

 Doch eines Tages stand ich wieder an jener Kreuzung mit der Entscheidung den weiteren, unbekannteren Weg zu wählen. An jenem Tag aber hatte ich durch Schicksalsschläge, Not und Bedrängnis alle meine Hoffnung verloren und wusste, dass alle Wege, die ich bisher gegangen war, mir nun kein Glück mehr brachten.

So fasste ich meinen gesamten Mut, mein Vertrauen und meine Zuversicht zusammen und machte mich auf den Weg ins Unbekannte. Ließ all` meine  alten Erfahrungen zurück.

Und ließ mich fallen...fallen auf das Vertrauen zu Gott.

 Auf diesem Wege erlebte ich die schönsten und wunderbarsten Dinge und gerade dieser Weg, vor dem ich mich fürchtete, lehrte mich, dass Mut, Vertrauen und Zuversicht und die Entscheidung sich ins Unbekannte zu wagen die schönsten und wunderbarsten Erneuerungen mit neuen Zielen verband. So habe ich gelernt ohne Furcht und ohne Reue meine Wege zu gehen und, auch wenn man einmal vom Wege abgekommen ist, man gerade durch den Weg ins Unbekannte wieder auf den Weg zurückfinden kann. So bin ich meinen Weg weiter gegangen von Anbeginn meiner Zeit, hin zur Erfüllung meiner Bestimmung: Mensch zu sein, geliebt zu werden und zu lieben.

 Gabriele


 

 


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